Anonyme und nicht-anonyme Samenspender

Bei Cryos können Sie anonyme und nicht-anonyme Samenspendern wählen. Ob Sie sich für einen anonymen oder nicht-anonymen Spender entscheiden, ist eine sehr individuelle Frage und hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und Überzeugungen sowie von der Gesetzeslage im Behandlungsland ab.

Bei der Auswahl eines Samenspenders müssen Sie schon recht früh entscheiden, ob Sie einen anonymen oder einen nicht-anonymen Spender wünschen. Die Entscheidung kann auf Moralvorstellungen oder Ihrer persönlichen Situation beruhen, es kann aber auch gesetzliche Vorgaben im Behandlungsland geben, die Sie in Ihrer Wahl einschränken.

Anonyme und nicht-anonyme Samenspender

Auch nach 30 Jahren Samenspende wird die Frage, ob anonyme oder nicht-anonyme Spender das „Richtige“ sind, noch immer weltweit diskutiert. So kommt es, dass man in einigen Ländern frei zwischen anonymen und nicht-anonymen Spendern wählen kann, während man in anderen Ländern diese Wahl nicht hat.

Damit Sie nicht versehentlich gegen Vorschriften verstoßen, empfehlen wir Ihnen, vor der Entscheidung zunächst zu prüfen, welche gesetzlichen Vorgaben im Land der Behandlung für Samenspender gelten. Normalerweise wird Sie Ihre Kinderwunschklinik über die geltende Gesetzgebung informieren können. Sie können sich aber auch gerne an den Kundenservice von Cryos wenden.

Weder anonyme noch nicht-anonyme Spender haben irgendwelche elterlichen Rechte gegenüber den Spenderkindern. Außerdem haben sie zugestimmt, keinen Kontakt zu den Spenderkindern zu suchen.

Anonyme Spender

Anonyme Spender haben selbst entschieden, anonym bleiben zu wollen. Eine Kontaktaufnahme mit anonymen Spendern ist nicht möglich. Denken Sie daran, dass wenn Sie sich für einen anonymen Spender entscheiden, wird es auch in Zukunft nicht mehr Informationen über den Spender geben, wie die die im Spenderprofil zu finden sind. Die Identität des Spenders wird von Cryos zu keinem Zeitpunkt offengelegt.

Der Spender hat selbst entschieden, anonym bleiben zu wollen und hat erklärt, keinen Kontakt zu potenziellen Spenderkindern aufzunehmen. Gleichermaßen stimmt der Kunde über die Vertragsbedingungen zu, in der Zukunft keinen Versuch zu unternehmen, den Spender zu kontaktieren.

Allerdings ist in Spendersamen DNA enthalten. Es besteht daher durchaus ein gewisses Risiko, dass Spender, Kunden oder Kinder mithilfe einer DNA-Analyse die gesuchte Person ausfindig machen und deren Privatsphäre verletzen können.

Was für einen anonymen Spender spricht

Für einen anonymen Spender sprechen mehrere Gründe. Vielleicht wollen Sie gar nicht allzu viel über den Spender wissen oder vielleicht möchten Sie verhindern, dass Ihr Kind den Spender später einmal trifft. Einige Familien sehen in der Samenspende lediglich ein Mittel zum Zweck, mit dem sie ihren Traum von einer Familie verwirklichen können, mehr nicht. Sie möchten nicht, dass der Spender eine Rolle im späteren Leben des Kindes spielt. Andere wiederum dürfen aufgrund gesetzlicher Regelungen in ihrem Land nur anonyme Spender wählen. Unabhängig von Ihren Gründen ist es eine sehr persönliche Entscheidung. Sie allein wissen, was das Richtige für Sie ist.

Nicht-anonyme Spender

Ein nicht-anonymer Spender ist identifizierbar, und das Spenderkind wird, sobald es 18 Jahre alt ist (in manchen Ländern auch früher oder später), die Möglichkeit haben, die Kontaktdaten des Spenders zu erfragen. Der Spender hat selbst entschieden, nicht-anonym zu sein, und hat zugestimmt, von seinen Spenderkindern kontaktiert werden zu können. Auch wenn sich der Spender zu einer Kontaktaufnahme bereit erklärt hat, kann Cryos nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn der Spender seine Meinung ändert und in Zukunft nicht mehr für Kontakte zur Verfügung stehen möchte.

Sobald das Kind 18 Jahre alt wird bzw. das im jeweiligen Land geltende Alter erreicht, kann es von Cryos Basisdaten zum Spender anfordern und dann entscheiden, ob es Kontakt zu diesem aufnehmen möchte. Diese Daten umfassen den vollständigen Namen des Spenders, dessen letzten bekannten Wohnsitz sowie seine Ausweisnummer (sofern verfügbar).

Um diese Daten zu erhalten, muss das Kind nachweisen können, dass es aus einer Behandlung mit Spendersamen eines bestimmten nicht-anonymen Cryos-Spenders hervorgegangen ist.

Der Spender wiederum erhält zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Informationen über Sie als Kunde oder das Spenderkind. Es liegt also ganz beim Kind, ob es Kontakt zum Spender suchen möchte oder nicht.

Was für einen nicht-anonymen Spender spricht

Warum man sich für einen nicht-anonymen Samenspender entscheidet, kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Vielleicht möchten Sie Ihrem Kind später einmal die Chance geben, selbst zu entscheiden, ob es Kontakt zum Spender möchte oder nicht.

Wenn Sie einen nicht-anonymen Spender wählen, kann das Kind mehr über den Spender erfahren als das, was im Spenderprofil steht.

Einigen Spenderkindern ist es wichtig, so viel wie möglich über die eigene genetische Herkunft zu erfahren. Mit einem nicht-anonymen Spender können Sie es Ihrem Kind in diesem Fall leichter machen. Andere Spenderkinder möchten vielleicht überhaupt keinen Kontakt zum Spender, freuen sich aber, dass sie die Möglichkeit dazu hätten.

Der Spender entscheidet

Bevor der Spender anfängt zu spenden, muss er entscheiden ob er ein anonymer oder ein nicht-anonymer Spender sein möchte. Sobald diese Entscheidung gefällt ist, kann diese nicht geändert werden. 

Ausführliche Informationen unterstützen den Spender bei seiner Entscheidung. Unsere erfahrenen Spenderkoordinatoren beraten den Spender um ihm dabei zu helfen alle Konsequenzen seiner Entscheidung verständlich zu machen.

Bei Cryos ist es uns sehr wichtig, dass sich jeder Spender über alle Zusammenhänge im Klaren ist und sich mit seiner Entscheidung wohl fühlt. Denn seine Entscheidung betrifft nicht nur ihn, sondern auch die Spenderkinder.