Freiwillig alleinerziehend

Erfahren Sie, wie es ist, wenn man sich dazu entschließt, als Single Mutter zu werden, und was man auf dem Weg dahin bedenken sollte.

Heute möchten immer mehr Frauen auch ohne Partner ein Kind haben und mithilfe einer Samenspende freiwillig zu einer alleinerziehenden Mutter werden. Über 50 % der Privatkunden von Cryos sind Frauen, die ohne Partner Mutter werden möchten. Und diese Zahl ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen.

Alleinerziehende Mutter werden zu wollen, kann viele Gründe haben. Vielleicht haben Sie nicht den richtigen Partner gefunden, um gemeinsame Kinder zu haben. Vieleicht sind Sie als Single voll und ganz zufrieden und glücklich, wünschen sich aber dennoch ein Kind. Oder Sie möchten ganz allein für das Aufziehen Ihres Kindes verantwortlich sein.

Freiwillig Alleinerziehende mit ihrem Kind

Freiwillig alleinerziehend: Was Sie bedenken sollten

Wenn Sie alleinerziehende Mutter werden möchten, gibt es einige Punkte zu bedenken. Nachfolgend haben wir für Sie einige der Aspekte aufgeführt, über die Sie sich Gedanken machen sollten, wenn Sie überlegen, alleine ein Kind zu bekommen. 

Ihre Möglichkeiten

Sie müssen überlegen, wie Sie es tun möchten. Denn Sie haben verschiedene Möglichkeiten, auch als Single Mutter zu werden. So können Sie beispielsweise eine Samenspende in Anspruch nehmen, eine beliebte und sichere Wahl. Sie können einen Spender auswählen, der Ihnen ähnelt oder sogar die gleichen Hobbys und Interessen wie Sie hat. Samenspender werden auf viele Erb- und Infektionskrankheiten getestet. Sehr wichtig ist auch, dass bei einer Samenspende Sie allein die vollen Elternrechte in Bezug auf Ihr Kind haben. Neben einer Samenspende können Sie aber auch ein Kind adoptieren oder einen Freund bitten, sein Sperma zu spenden.

Einbindn von Familie und Freunden

Als alleinerziehende Mutter werden Sie die einzige Verantwortliche für Ihr Kind sein. Das heißt aber nicht, dass Sie sich alleine fühlen müssen. Es kann ein bestärkendes Gefühl sein, Leute um sich zu haben, die Sie auf Ihrer Reise begleiten. Sie sollten mit den Freunden und Familienmitgliedern sprechen, die Sie einbeziehen möchten. Sprechen Sie zum Beispiel darüber, wie sie Ihnen helfen können. Manche können Ihnen womöglich auf praktischer Ebene helfen, während andere vielleicht einfach für Sie da sind und Sie emotional auf Ihrem Weg zum Kind unterstützen. 

Umgang mit negativen Reaktionen

Ihr Umfeld wird wahrscheinlich größtenteils hinter Ihnen stehen und Sie auf der spannenden Reise zum Kind unterstützen. Es kann aber auch Menschen geben, die Ihre Entscheidung infrage stellen. Vielleicht haben sie sich noch nicht daran gewöhnt, dass heutzutage Familien bunt sein können und nicht mehr nur aus Mama, Papa und einer beliebigen Zahl von Kindern bestehen.

Hier kann es hilfreich sein, ein paar Antworten bereits in der Hinterhand zu haben, um auf neugierige oder unangenehme Fragen reagieren zu können. Bereiten Sie sich vor, damit Sie im Fall der Fälle wissen, wie Sie Ihre Entscheidung souverän vertreten. Das kann Sie auch darauf vorbereiten, die Fragen zu beantworten, die Ihr Kind in Bezug auf seine Familie womöglich irgendwann hat. Denken Sie daran: Es ist Ihr Leben und nur Sie allein wissen, was richtig für Sie ist. 

Weitreichende Entscheidungen müssen nicht allein getroffen werden

Vor und während der Schwangerschaft und auch in den Jahren, in denen Sie Ihr Kind großziehen, werden Sie immer wieder wichtige Entscheidungen treffen müssen. Schon am Anfang stellt sich zum Beispiel die Frage, welchen Spender Sie wählen sollten. Später müssen Sie die Kinderbetreuung organisieren und sich für eine Schule entscheiden. Auch wie Sie Ihr Kind generell aufziehen möchten, entscheiden Sie. All diese Entscheidungen müssen Sie aber nicht alleine treffen. Es kann eine gute Idee sein, sich mit einer oder mehreren Personen, die Sie mögen, über diese Themen zu unterhalten. Das können Ihre Eltern, Ihre Schwester oder Ihr Bruder sein, oder auch ein enger Freund, der bereits selbst Kinder hat.

Wie sag ich‘s meinem Kind?

Anhand der Erfahrungen, die andere Frauen gemacht haben, die per Samenspende alleinerziehende Mütter geworden sind, wissen wir, dass es besser sein kann, schon früh mit dem Kind darüber zu sprechen, wie es auf die Welt gekommen ist. Mit der Zeit wird das Kind verstehen und der Umstand, mithilfe einer Samenspende gezeugt worden zu sein, wird ein ganz normaler Teil der Identität des Kindes. Keinen Vater zu haben, wird kein großes Thema sein, sondern völlig normal, so wie auch die Eltern anderer Kinder geschieden sind, manche Kinder zwei Mütter haben, eines von mehreren Geschwistern sind oder Einzelkinder. Lesen Sie den Blogpost, wie Emma, die selbst durch Samenspende gezeugt wurde, den ruhigen und netten Umgang mit dem Thema durch Ihre Eltern erlebt hat

Es gibt kein Patentrezept, wie man das genau macht. Um Ihnen wenigstens einen Anhaltspunkt zu geben, zeigen wir Ihnen in einem Blogpost, ein Beispiel wie man seinem Kind sagen kann, dass es ein Spenderkind ist.

Möchten Sie Geschwister für Ihr Kind?

Sie müssen darüber nachdenken, ob Sie für Ihr Kind Geschwister vom gleichen Spender möchten. Wenn das Kind älter wird, kann es sehr schön sein, Geschwister zu haben, die von beiden Seiten her mit einem verwandt sind. Hier können Sie nachlesen, wann und wie viel Spendersamen Sie für genetische Geschwister reservieren sollten.

Akzeptieren Sie einfach, dass auch Sie nicht alles perfekt machen können

Mutter zu sein ist immer eine Mischung aus großartigen und aufregenden sowie anstrengenden und frustrierenden Momenten. Wichtig ist, dass Sie sich selbst sagen können, dass Sie es so gut machen wie es Ihnen möglich ist. Sie sind genauso fähig, ein fröhliches und gesundes Kind aufzuziehen wie eine Familie mit zwei Elternteilen. Niemand macht alles perfekt oder kann seinem Kind all das geben, was er sich für das Kind wünscht. Das ist ganz normal und etwas, womit wir Eltern klarkommen müssen.

Bücher über das Leben als alleinerziehende Mutter

Bücher, die die verschiedenen Aspekte des Lebens als alleinerziehende Mutter behandeln, können Ihnen bei der Entscheidung helfen. Wir haben Ihnen eine Liste nützlicher Bücher zusammengestellt, die Sie für Ihre Entscheidung, alleinerziehende Mutter mithilfe einer Samenspende zu werden, lesen können.

Die Mutter-Kind-Beziehung in Familien mit freiwillig alleinerziehenden Müttern

Wenn Sie sich dafür entschieden haben, ohne Mann Mutter zu werden, ist es ganz normal, dass Sie sich darüber Gedanken machen, wie Ihre Beziehung zum Kind später einmal sein wird. Vielleicht machen Sie sich Sorgen darüber, ob ein Elternteil allein gut genug für Ihr Kind ist oder ob Sie dem Kind alles bieten können, was es im Laufe der Jahre braucht. Im unteren Video können Sie sich ein Interview mit Susan Golombok ansehen, die am Centre for Family Research an der Universität von Cambridge forscht. Sie hat Familien von freiwillig alleinerziehenden Müttern untersucht und spricht in diesem Video über einige der Ergebnisse der Studie.

Lesen Sie, was andere alleinerziehende Mütter erlebt haben, und vernetzen Sie sich mit Gleichgesinnten

Alleinerziehende Mutter werden zu wollen, ist eine weitreichende Entscheidung, bei der viele Dinge zu bedenken und zu berücksichtigen sind. In diesem Prozess kann es Ihnen helfen, die persönlichen Geschichten anderer Frauen zu hören, die ebenfalls die Entscheidung getroffen haben, ohne Mann Mutter zu werden. Besuchen Sie unseren Blog, wo Sie nachlesen können, welche Erfahrungen andere alleinerziehende Mütter gemacht haben. Lesen Sie zum Beispiel einen Blogpost, in dem Signe Fjord über das Muttersein als Single und „echte“ Familien berichtet oder einen Blogpost über die 38-jährige Marije, in dem sie von ihrem Weg zur freiwillig alleinerziehenden Mutter erzählt.

Wir würden uns auch freuen, wenn Sie unserer Facebook-Gruppe Family Dreams beitreten würden. Dort können Sie sich mit anderen Frauen vernetzen, die mithilfe einer Samenspende gerade dabei sind, Mütter zu werden, oder bereits ein Kind auf diesem Wege bekommen haben. Auf Facebook finden Sie außerdem viele andere Communitys, die sich speziell an alleinerziehende Mütter richten.